Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. im BDPh. e.V.

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An alle ausstellungswilligen Sammler für Ansichts- und Motivkarten!



Von Hans-Ulrich Streuber, Zeitz, im „Briefmarken-Verein Merseburg 1898 e.V.“

Die 5. Haldensleber Briefmarkenausstellung im Rang 3, die im Monat September 2009 in der Kulturfabrik Haldensleben stattfand, war für den LV Sachsen-Anhalt ein voller Erfolg. Unter der rührigen Leitung der Herren Alfred Schmidt und Maik Schröder, aber auch den nicht genannten, gilt ein besonders herzlicher Dank.
Erstmalig waren auch Ansichtskarten im Wettbewerb ausgeschrieben und diese Kategorie wurde von Sammlerfreunden des LV Sachsen-Anhalt genutzt. Die Teilnahme sich an einem so jungen Wettbewerb zu stellen zeigt doch, dass in einem Briefmarkenverein „nicht nur Briefmarken“ gesammelt werden.
Es ist gut, von Zeit zu Zeit in die aufregende Welt der Philatelie und/oder der Philokartie (Ansichts- und Motivkarten) einzutauchen und alles um sich zu vergessen. Viele Sammler sind dabei auf sich allein gestellt und vermissen Informationen, welche ihnen ihre Sammlerleidenschaft möglicherweise noch attraktiver gestalten könnten.
Mit diesem Beitrag möchte ich ausstellungswilligen Sammlern und Anhängern der Philokartie die Möglichkeit aufzeigen, einen gezielten Aufbau ihrer Sammlung zu ermöglichen. Dabei soll nicht nur Mitgliedern des Bundes Deutscher Philatelisten Hilfestellung gegeben werden, sondern auch jenen Sammlern, welche sich bislang nicht zu einer Mitgliedschaft im BDPh bzw. einem örtlichen Verein entschließen konnten. Vielleicht gewinnen wir durch ein „neues/altes“ Sammelgebiet wieder Mitglieder?
Das Ziel jeden Sammlers ist eigentlich, dass er die Gelegenheit bekommt, seine „Schätze“ einem Publikum zu präsentieren. Andere Philokartisten bzw. Philatelisten können von den gezeigten Ideen profitieren, es bietet sich die Möglichkeit, sein Thema mit Gleichgesinnten zu diskutieren. Der Weg zu einem guten Ausstellungsexponat soll geebnet und erleichtert werden und Hemmschwellen sollen abgebaut werden.
Wenn auch ein Quäntchen Ehrgeiz nicht schadet, sollte doch über allem das Motto „TEILNEHMEN IST WICHTIGER ALS SIEGEN“ stehen!
Im Landesverband Sachsen-Anhalt ist die Philokartie ein nun beschriebenes Blatt. Die Ansichtskartensammler Deutschlands stellten ihre Exponate vorwiegend im Saarland und Österreich aus und werden dabei vom BDPh und VÖPh in gleicher Weise gefördert wie philatelistische Exponate.
Bis zur nächsten Ausstellung im LV Sachsen-Anhalt, der 4.OHABRIA, welche im Rang 2 und 3 vom 14. Mai bis 16. Mai 2010 in Halberstadt stattfindet, ist ja noch etwas Zeit (Meldeschluss: 31.01.2010) um an der Veranstaltung teilzunehmen. Aber um ein ausstellungsreifes Kartenexponat zuzeigen, dauert die Bearbeitung auch eine angemessene Zeit.
So wird, um ein AK-Exponat im Wettbewerb zuzeigen, seit März 2007 ein Exponat-Pass benötigt, was jedoch eine Mitgliedschaft im BDPh voraussetzt. Die Unterteilung erfolgt wie folgt:
- Thematische Exponate,
- Topografische Exponate
und Forschungs-Exponate (Pro-Domo).

Als geeignetes Material können Vorläufer, Ansichtskarten aller Art(gebraucht oder ungebraucht, jedoch müssen sie aus dem Handel stammen oder kommerziellen Charakter aufweisen), von Hand gemalte oder gezeichnete Ansichten (nur gelaufene!), TCV-Karten (Karten, die nicht den Regeln der Maxima-Philatelie entsprechen) und kleinformatiges Beiwerk enthalten sein. Reprints/Kopien sind nur in Forschungs-Exponaten zugelassen.
Ungeeignetes Material sind private AK(nicht aus dem Handel und Karten ohne kommerziellen Charakter), Leihgaben, nicht als Eigentum des Ausstellers stehende Belege und Karten, die gegen strafrechtliche Bestimmungen verstoßen. Sollten Exponate, der letztgenannten Kategorie derartiges Material enthalten, können diese nachträglich von der Ausstellungsleitung ausgeschlossen werden.
Jedes Exponat ist mit einem Titelblatt zu versehen, auf dem sich Titel, Einführung und Gliederung befinden sollten. In der Wettbewerbsgruppe Topographie wird sich in der Regel auf ein enges Sammelbereich beschränkt, wobei Vollständigkeit des gezeigten Materials im Vordergrund steht. Bei thematischen Exponaten ist Bezug auf das ausgewählte Thema den zugrunde gelegten Aspekten der Titelauswahl und Gliederung zulegen. Forschungsexponate, dienen als Lehrsammlung und erläutern dabei auch die wichtigsten Belange der AK-Produktion.

AK Goisern

Texte zum Material sind möglichst knapp, aber aussagefähig, abzufassen. Hintergrundinformationen sind dabei erwünscht. Gewisse Merkmale, wie Druckverfahren, Verlage, Herstellungsmaterialien und sonstige Besonderheiten gehören dazu.
Die Aufmachung soll sich klar, ausgewogen und geschmackvoll präsentieren. In der Regel genügen zwei Karten pro DIN A 4-Blatt.
Für viele Ansichtskartensammler wird es beim Festlegen des Druckverfahrens so seine Schwierigkeiten geben. Das nebenstehende Buch herausgegeben von der Marktgemeine Bad Goisern in Österreich kann ich da nur jedem interessierten Sammler empfehlen. Besonders hervorgehoben werden die Abhandlungen über die Ansichtskartengeschichte und die Drucktechniken von Karten. Einen ausführlichen Einblick in die örtliche Produktion mit ihren unterschiedlichen Kartenarten und Druckverfahren runden den Inhalt des Buches ab und rechtfertigen den Preis von 29,80 Euro.
Das Buch ist zu beziehen über http://shop.salzkammergut.co.at/shop/ . Dieses Buch ist mit immerhin 206 Seiten und 400 farbigen Abbildungen ein gelungenes Werk.
Bei Nachfragen, die das Regelwerk betreffen, stehe ich gern zur Verfügung. Sollte Interesse von Vereinen über einen Vortrag bestehen, die das Regelwerk, Gestaltung von Ansichtskarten-Exponaten und Bestimmung von Druckverfahren beinhalten, so bitte ich den LV davon in Kenntnis zusetzen, um eventuell eine gemeinsame Veranstaltung mit mehreren interessierten Vereinen durchzuführen.
Ich gratuliere nachträglich den Ausstellern der 5.Haldensleber Ausstellung, besonders den Ausstellern des Bereiches Ansichtskarten, recht herzlich zu ihren Erfolgen. Zur nächsten Ausstellung in Halberstadt hoffe ich auf eine noch regere Beteiligung in der „neuen“ Wettbewerbsklasse.

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