Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. im BDPh. e.V.

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Impressionen der Briefmarkenübergabe "900 Jahre Köthen" vom 02.03.2015



2015-03-02 BFM 900 J Köthen

„Stempeln ist eine Kunst. Oder wenigstens fast. Zumindest kann man beim Stempeln durchaus Fehler machen. Gerade dann, wenn es darum geht, einen Sonderstempel so auf Umschlag und Sonderbriefmarke zu setzen, dass die Marke zwar vom Stempel leicht touchiert wird, aber nach dem Stempelvorgang Marken- und Stempelmotiv noch glasklar zu erkennen sind. Sammler sind da eigen, wie man gestern im Köthener Ratssaal erfahren konnte - wo eine Weile Oberbürgermeister Kurt-Jürgen Zander berufsfremd als „Stempelstift“ arbeitete.
Dieser Ausflug in fremde Jobgefilde hatte nichts damit zu tun, dass sich Zander beruflich neu orientieren muss, wenn er im Juni aus dem Amt ausscheidet, sondern mit einem Höhepunkt seiner Arbeit als Stadtchef: Zander durfte gestern die Sonderbriefmarke des Deutschen Post zum Stadtjubiläum „bestempeln“ - etwas, das vor ihm noch kein Oberbürgermeister Köthens machen konnte.
Denn es ist überhaupt das erste Mal, dass Köthen auf einer Briefmarke eine Rolle spielt. „Das war auch ein Grund dafür, dass wir den Vorschlag unterbreitet haben, uns um eine Sonderbriefmarke zum 900. Geburtstag zu bewerben“, sagt Peter Steinke. […] Glücklich über den Umstand, erfolgreich am Ende eines langen Weges angekommen zu sein - vor nicht ganz drei Jahren hatten die Philatelisten beim Bundesfinanzministerium (das für Briefmarken zuständig ist), den Antrag auf die Herausgabe einer Sonderbriefmarke gestellt.
„Dabei haben wir viel Unterstützung aus Köthen bekommen, aber auch vom Ministerpräsident und vom ehemaligen Ministerpräsidenten“, sagt Steinke. Dass in solchem Fall jede Hilfe zählt, kann man schon an dem Umstand ablesen, dass Jahr für Jahr etwa 1000 Anträge auf Herausgabe eines Sonderpostwertzeichens gestellt werden - im Jahr 2015 werden 51 neue Werte herausgegeben, also faktisch jede Woche einer; da kann man schnell ausgebootet werden.
Glücklich war Steinke auch darüber, dass Köthen eine Marke bekommen hat, die optisch etwas hermacht.
Hilfsstempler Zander stieß in dasselbe Posthorn: „Wir hatten schon befürchtet, dass wir uns nicht wiedererkennen.“ Für Wiedererkennungswert sorgten auch die Philatelisten selbst, die zur Sonderbriefmarke drei Sonderumschläge anfertigen ließen, die im Ratssaal ebenso viele Abnehmer fanden wie die Briefmarke selbst und das dazugehörige Ersttagsblatt samt doppeltem Sonderstempel aus Bonn und Köthen.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, Köthen, vom 3.3.2015, S.9

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