Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. im BDPh. e.V.

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Beleg des Monats Februar 2015 (Aufruf!)



Salzwedel 1950

von Carmen Kauffmann / Benny Berger / Klaus Hirschfeld

Der Beleg des Monats Februar 2015 fällt nicht nur so kurz aus, weil der Monat bekanntermaßen der kürzeste im Jahr ist. Frau Carmen Kauffmann von der DPHJ-Jugendgruppe aus Prezier, die 2015 eine Rang2 und 3 - Wettbewerbsbriefmarkenausstellung in Salzwedel am 12.-13.09.2015 mitorganisert, sucht Information zu dem Beleg von Salzwedel aus dem Jahr 1950.
Wer ihr helfen möchte, kann sich an Benny Berger wenden:
Kontakt: Benny Berger, Postfach 11 21, 06781 Zörbig; E-Mail: berger_benny@web.de

Salzwedel1950




Einen sehr umfassenden Beitrag zu dem Beleg kann nun bereits von Klaus Hirschfeld wiedergebeben werden. Vielen Dank an der Stelle für die schnelle Reaktion!

100 Jahre Briefmarken in der Altmark

Anlass war das Jubiläum „100 Jahre Briefmarken in Preußen“, der rührige Sammlerverein in Salzwedel, unter der Leitung von Heinrich Müller und Mitwirkung vom Apotheker Horst Hunger und Walter Schmidt aus Pretzier veranstaltete im Danneil – Museum eine Ausstellung vom 15.11. – 25.11. 1950 Eine andere Quelle gibt an vom 15.- 19. November (Lipsia Ludwig Hesse Sonderstempel der DDR 1970, mit der Stempelangabe: 15.11.50-15), die gleiche Quelle zeigt in der Abbildung als Datum den 15.11. 50 und die Uhrzeit bei allen anderen vorliegenden Abschlägen 19.11.50 -24. Es hat den Anschein, die Belege wurden spät abends im Postamt gestempelt.

Zur Sonderpostkarte:
Sie wurde in der Druckerei Rudolf Voigt Salzwedel in einer Auflage von 5000 Stück gedruckt. Als Motiv wurde eine Abbildung des Grabsteines des ersten Postmeisters in Salzwedel an der Katharinenkirche ausgewählt.

Die Inschrift lautet

„Eile nicht wandersmanalsauffder Post
Auch die geschwindeste Post erfordert.
einigen Verzug im Post – Hause.
Hier ruhen di Gebeine
T.T Herrn MATTHIAS SCHULTZEN
Königl. Preuß. 25 jährig unterthänigsttreugewe-
senen Post. Meisters und Salz FACTORS
auch wohl verdienten Raths CÄMER
zu Saltzwedel
ERkam allhier AO 1655, D 4. November
als ein Frömbdling
Durch die Heilige Tauffe ward Erinde Post
CHARTE zum CANAAN eingeschrieben
drauff reiste ER inder Lebens wallfahrt
durch Schulenu. AcadeMIEN mit löbichenverzug
Hernach bey anvertrauetem Post ambt
und anderen Beruffs Sorgen.
bewiese ER sorgfältigst sein Christenambt
Bey vorkommenden Unglücks Posten
richtete ER sichnachdem gott TrostBrieffe
seinem Leichen Texte I. Cor XV 13
Endlich bey seiner Leibes-Schwachheit,
Demgegebenen Zeichender ankomenden TodesPost
Macht Er sich fertig
Die Seele reisete den 12. Juni 1711 hinauf
Ins Paradieß
Der Leib hernachmals indißGrab
Gedenke, Leser beydeiner Wallfahrt beständig
an die Prophetische TodesPost Esa 38X/I
undeiledem Seeligen nachinsrechte Vaterland
Dasehen sichden IHN wieder Zusehen
die nachgelassene Witwe, 2 Söhne
und 2 Töchter.“
(wörtlich übertragen)

Unter der Inschrift befindet sich ein Familienwappen, das als Helmkleinod ein auf einem Spangenhelm sitzendes Eichhörnchen sitzt, welches einen Pfeil in den Vorderpfoten hält.

Im ehemaligen Postmuseum befanden sich früher ein Lichtbild und eine Abschrift des Grabsteines.

1950_Salzwedel_DEBRIA_Hirschfeld
19.11.1950 = Ortseilbrief von Salzwedel, Brief o.16, Eilsendung 0.80 = 0.96 DM. Es sind sehr wenige Briefe tarifmäßig mit dem Debria-Block (EF) bekannt geworden. (Sammlung Hirschfeld, Haldensleben)
Abbildungen liegen vor, Mitteilungen zur Postgeschichte Sachsen-Anhalts Heft 32 Ohne Kommentar, nur Abbildung der Karte mit Stempel vom 19.11.50-24
Host Hunger „Postgeschichte der Altmark“ in Archiv für deutsche Postgeschichte Heft 2/1980 u.a. Text des Grabsteines.

Klaus Hirschfeld


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