Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. im BDPh. e.V.

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Historischer Abriss zum 125. Jahrestag der Gründung der Sektion Naumburg im IPV



Ein 125jähriges Jubiläum zu begehen, ist inzwischen in der deutschen Philateliegeschichte nichts Außergewöhnliches mehr. Ein solches Ereignis in Naumburg an der Saale zu würdigen, ist indes schon etwas Besonderes. Es ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass in den 1880er-Jahren auch in unserer von Weinbergen umgebenen Kleinstadt Briefmarkensammler und Philatelisten aktiv waren und ihrem Bestreben Ausdruck verliehen, sich in Vereinen, Verbänden oder eben in einer Sektion zusammen zu schließen.

Anfang der 1880er Jahre erfuhr die Entwicklung der Briefmarkenvereine in Deutschland und Österreich eine neue Qualität. Einige Vereine waren bestrebt, durch überregionale Verbindungen ihre Vormachtstellung und ihren Einfluss zu vergrößern. Eine Vorreiterrolle auf diesem Weg übernahm der am 1. Januar 1877 gegründete und noch heute existierende „Internationale Philatelisten-Verein Dresden“. Andere Vereine folgten diesem Beispiel. Nehmen wir nur den „Deutschen Philatelisten-Verband Gößnitz“, den am 29. Dezember 1889 der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Arthur Ernst Glasewald gegründet hatte. Dieser Verband besaß durchschnittlich 35 Ortsvereine.

Historischer Abriss zum 125. Jahrestag der Gründun
Abb.: Foto Dr. Kloss

Unter Federführung des Vereinssekretärs Dr. jur. Paul Kloss – am 25. Februar 1848 in Zeitz geboren -, entwickelte sich der Dresdner Verein seit April 1880 nicht nur im nationalen, sondern zugleich im internationalen Maßstab. Zwei Wege wurden dazu beschritten. Zum einen wechselseitig korrespondierende Mitgliedschaften der Vereine und andererseits Sektionsgründungen nicht nur im nationalen Rahmen.
Interessanterweise wurde Alexandria in Ägypten als erste Sektion des I.P.V. am 17. Januar 1881 gegründet.
Durch überregionale Verbindungen waren Vereine, nicht nur der in Dresden, auch jene aus Frankfurt/Main, München, Berlin oder Gössnitz, bestrebt, ihre Vorherrschaft und ihre Geltung zu vergrößern.
Eduard Bloßfeld, ein damals bekannter Philatelist, charakterisierte 1889 das Verhältnis zwischen Vereinen und ihren Sektionen so:
„Soll überhaupt ein bestimmter Sinn in den Beziehungen der Vereine und Sectionen zu einander liegen ...“, dann darin, „die Sectionen als Verbindungen zu betrachten, welche aus verschiedenen Gründen Schutz und Halt suchend, sich unter die Obhut größerer Vereine, die den zutreffenden Namen eines Muttervereins alsdann annehmen, begeben haben“.
Bloßfeld hatte wohl den Dresdner Verein im Blick, als er seine Überlegungen im Vereinsorgan des I.P.V. „Der Philatelist“, veröffentlichte.
Wie lebendig, wechselvoll aber auch widersprüchlich dieser Wachstumsprozess vonstattenging, zeigte gerade auch der I.P.V. Seit 1881 wurden in Folge 78 Sektionen gegründet, von denen nicht alle das Jahr 1900 erlebten. Zudem pflegte der Dresdner Verein mit 17, zumeist ausländischen Vereinen und Vereinigungen freundschaftliche Beziehungen, die den Status korrespondierender Mitglieder besaßen.
Bis Ende 1888 kam es im I.P.V. zur Gründung von 47 Sektionen, von denen seit 1881 aber acht wieder erloschen waren. Anfang 1889, also zum Zeitpunkt der Gründung der Sektion Naumburg an der Saale, besaß der Dresdner Verein 39 Sektionen, in denen 1202 Mitglieder organisiert waren.
Angesichts des zu diesem Zeitpunkt erreichten Entwicklungsstandes war es notwendig geworden, das von Dr. Kloss am 24. Mai 1879 erarbeitete und damals in der vierten Vereinssitzung einstimmig angenommene Statut auf das nun erforderliche neue Niveau zu bringen. Der von der „Sektion Leipzig“ – Vorsitzender war zu diesem Zeitpunkt Hugo Schwaneberger – im Mai 1888 eingereichte Entwurf wurde ein Jahr lang im gesamten Verein diskutiert. In seiner 193. Sitzung am 20. Juli 1889 beschloss der Vorstand „die neuen Statuten sofort in Kraft treten zu lassen“.
Präzisiert und damit qualifiziert wurde unter anderem das Verhältnis zwischen „Mutterverein“ und den Sektionen.
Der Artikel 6, der die Organisation des Vereins beinhaltete, besagte, dass der Verein „aus dem V e r e i n s v o r s t a n d e,... dem V o r o r t D r e s d e n und den V e r e i n s s e c t i o n e n,“ sowie „den E i n z e l m i t g l i e d e r n“ besteht.
Der 9. und letzte Artikel galt den Sektionen des Vereins. Danach war geregelt:
1. Außerhalb Dresdens konnten Vereinsmitglieder Sektionen bilden,
2. Sektionen konnten sich nach Ländern, Provinzen und Distrikten bilden,
3. Die Sektionen konnten sich Statuten geben, die aber im Einklang mit den allgemeinen Vereinsstatuten stehen mussten,
4. Mitglied einer Sektion durfte nur werden, der vorher Vereinsmitglied geworden war, 5. Über Aufnahme bzw. Ausschluss entschied die Sektion selbst,
6. Bestehende Vereine konnten Sektionen des Vereins werden, wenn sich deren einzelne Mitglieder in den I.P.V. aufnehmen liessen,
7. Mitglieder dieser Vereine, die das 21. Lebensjahr noch nicht, aber das 18. Lebensjahr schon erreicht hatten, waren ausnahmsweise aufnahmefähig,
8. Zur Auflösung einer Sektion bedurfte es der Genehmigung des „Geschäftsführenden Ausschusses,
9. Ort und Zeit der regelmäßigen Sektionssitzungen waren in der Vereinszeitung des I. P. V. zu veröffentlichen.
In diese beginnende qualitative Entwicklungsphase des Dresdner Vereins fiel die Gründung der Sektion Naumburg.
Was ereignete sich also vor 125 Jahren?

Der 16. Januar 1889 war ein Mittwoch. Der Winter war noch recht mild, denn der erste Schnee in Naumburg fiel neun Tage später, am 27. Januar.
Einige Tage früher hatten sich sechs Philatelisten aus Naumburg an der Saale im „Wagner`schen Restaurant“ zusammengefunden und entschieden, ihren Antrag auf Mitgliedschaft im „Internationalen Philatelisten-Verein Dresden“ zu stellen.
Der Vorstand in Dresden, unter Vorsitz von F. A. Bruno Blembel, prüfte den Antrag – man nannte es damals Ballotage (geheime Abstimmung mit weißen oder schwarzen Kugeln) – und teilte in seiner 181. Sitzung an einem Samstag, es war der 19. Januar 1889, den anwesenden 27 Mitgliedern des I.P.V. die Entscheidung mit.

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Abb.: Zeitungskopf "Der Philatelist", Nr. 2, 1.2.1889

Dem Antrag vom 16. Januar 1889 wurde stattgegeben und Aufnahme fanden:
• Der 37jährige Otto Kobert, Stadt-Hauptkassen-Rendant, Große Wenzelsgasse 10,
• Albert Weber, der 39jährige Oberstaatsanwaltschafts-Sekretär aus der Nordstr. 5,
• der 34jährige Oberlandesgerichts-Sekretär Eduard Radicke, wohnhaft in der Großen Georgenstraße 33,
• Hugo Schönborn, 37jähriger Oberlandesgerichts-Sekretär, Jägerplatz 4 wohnend,
• der 32jährige Assistent bei der Oberstaatsanwaltschaft, Richard Fochtmann, er wohnte in der Großen Neustraße 21, und
• der mit 42 Jahren von allen Älteste, der Gastwirt Georg Wagner, aus der Großen Jakobsstraße 34.

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Abb.: Foto Gründungs- und Vereinsslokal, Gr. Jakobsstr. 34.

Das „Wagner`sche Restaurant“, das sich im Besitz der Familie von Georg Wagner befand, war der erste und für Jahre bleibende Versammlungsort der Sektionsmitglieder. Sie fanden sich monatlich zweimal, am ersten und dritten Montag, abends 6 Uhr, zusammen.
Das Haus Nr. 34 in der Großen Jakobsstraße war mit seinem zur Straße stehenden Giebel auffallend gegenüber den anderen Häusern mit ihrer Traufenstellung.
1899, Georg Wagner war inzwischen Hauseigentümer geworden, erhielt die Gastwirtschaft den Namen „Zum Leichten Wagner“.
Wenn über den Zeitpunkt der Gründung der Sektion Naumburg im I.P.V. Dresden gesprochen wird, dann dürfen zwei Aspekte nicht unerwähnt bleiben.
Zum einen ist die berufliche Struktur der Sektionsgründer interessant. Von den sechs Gründungsmitgliedern gehörten vier den Justizorganen, das heißt zwei der Oberstaatsanwaltschaft und zwei dem Oberlandesgericht, an.

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Abb.: Oberlandesgericht um 1850

Ende der 1870er Jahre begann sich die Stadt Naumburg spürbar zur Beamtenstadt zu entwickeln. Auf der Grundlage des preußischen Gesetzes betreffend die Einrichtung der Oberlandesgerichte und Landgerichte vom 24. März 1878 wurde in der Provinz Sachsen an Stelle der bisherigen Appellationsgerichte in Halberstadt, Magdeburg und Naumburg zum 1. Oktober 1879 ein Oberlandesgericht in Naumburg eingerichtet.
Nicht nur in Naumburg gab es unter den Justizbeamten zahlreiche Philatelisten. Denken wir nur an den Juristen und Senatspräsidenten Victor Suppantschitsch, der zu Lebzeiten, er verstarb 1919 in Graz, die wohl weltweit größte philatelistische Fachbibliothek besaß. Oder den schon erwähnten Dr. jur. Paul Kloss.

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Abb.: Foto Alwin Zschiesche

Andererseits waren zwei Briefmarkenhändler in Naumburg ansässig, die bereits Einzelmitglieder im I. P. V. waren. Alwin Zschiesche, Mitglied seit dem 28. Januar 1882, und der in Naumburg geborene Hermann Brand, Mitglied seit 18. August 1883. Während der weithin als Händler, Verleger und Herausgeber von Briefmarkenkatalogen und -Alben bekannte Alwin Zschiesche im Januar 1890 Sektionsmitglied in Naumburg wurde, blieb der Antiquitäten- und Markenhändler Hermann Brand bis zu seinem Tod, er starb 43jährig am 15. August 1894, Einzelmitglied.

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Abb.: Foto Hermann Brand

Alwin Zschiesche hatte sich aktiv in die Gründungsphase der Naumburger Sektion eingebracht und unterstützte deren Mitglieder bei der Erfüllung ihrer Sammlerinteressen aber auch ihrer Sektionspflichten gegenüber dem „Mutterverein“.
In der Mitgliederbewegung der Sektion vollzog sich eine relativ starke Fluktuation. Das betraf einerseits die Mitgliederstärke und anderseits die Dauer der Zugehörigkeit zur Sektion. Mit jeweils 13 Mitgliedern wies die Sektion in den Jahren 1894 und 1895 die größte und mit vier im Jahr 1920 die niedrigste Mitgliederzahl auf.
Diese zahlenmäßigen Schwankungen widerspiegelten sich aber auch in der Dauer der Mitgliedschaft. Es gab Mitglieder, die gehörten nur drei Jahre der Sektion an, aber es gab auch einige wenige Mitglieder, die über 20 Jahre zur Sektion gehörten. Nur zwei von ihnen möchte ich heute nennen: Albert Weber war 36 Jahre und Richard Salecker war 26 Jahre Sektionsmitglied.

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Abb.: Foto Albert Weber

Albert Weber, der langjährige Vorsitzende der Sektion Naumburg im I. P. V. Dresden. Am 24. Mai 1849 in Burg bei Magdeburg geboren, zog er mit seiner Frau Minna und drei Kindern – zwei Töchter und einem Sohn – am 1. Juni 1883 nach Naumburg an der Saale. Knapp drei später vergrößerte sich die Familie durch die Geburt von Sohn Fritz.
Ihre erste Wohnung in der Domstadt befand sich in der Großen Jägerstraße 8. Zu diesem Zeitpunkt war der 34jährige Albert Weber Oberstaatsanwaltschafts-Sekretär. Als solcher begann er als Bürobeamter seine Tätigkeit bei der Oberstaatsanwaltschaft in Naumburg, Domplatz 11. Der Assistent Eduard Radicke wurde hier einer seiner Berufskollegen. Sie blieben es, bis Radicke 1885 als Sekretär Bürobeamter am Königlichen Oberlandesgericht in Naumburg wurde. Im Büro des Oberlandesgerichtes war der 33jährige Hugo Schönborn als Sekretär beschäftigt.
Im Jahr 1884, also nur ein Jahr später, waren Albert Weber und Eduard Radicke Sekretäre im Büro der Oberstaatsanwaltschaft, als der 28jährige Richard Fochtmann ihr neuer Assistent wurde.
So fanden sich innerhalb von zwei Jahren vier der sechs Gründer der Naumburger Sektion im I. P. V. Dresden. Albert Weber hatte wohl gute Arbeit geleistet.
Der Stadt-Hauptkassen-Rendant Otto Kobert war zwei Jahre Vorsitzender der Sektion. 1891 wurde er von Albert Weber abgelöst, der diese verantwortungsvolle Aufgabe, zu der die des Komplexvertreters für den Dubletten-Austausch gehörte, 33 Jahre, bis zu seinem Tode im Jahr 1924, wahrnahm.
Über einige Naumburger Sektionsmitglieder gäbe es noch viel zu berichten und aufzuschreiben. Ich möchte sie heute nur beim Namen nennen.
Alwin Zschiesche. Er lebte und arbeitete in Naumburg 30 Jahre als Briefmarkenhändler und Philatelist.
Richard Salecker. 1894 aus Berlin nach Naumburg gekommen, wird er 1898 Mitinhaber der Briefmarkenhandlung von Alwin Zschiesche, um diese dann 1910 zu übernehmen.
Emil Fuchs. Der Postsekretär a. D., der 1890 mit seinem Schwiegervater, dem Berliner Briefmarkenhändler Ernst Hayn, nach Naumburg kam, selbst hier als Briefmarkenhändler tätig war, und sein Sohn Emil Ernst Fuchs die Firma Ernst Hayn dann übernahm.
Carl Geers. Der Naumburger Buchdruckereibesitzer im Steinweg, der beispielsweise Kataloge für Alwin Zschiesche gedruckt hat.
Carl Ernst Wagner. Er war Besitzer der Naturheilanstalt in Naumburg-Grochlitz und kurzzeitig Mitglied des Internationalen Philatelistischen Raritätenclubs, der von einem undurchsichtigen Henri Fiacre geleitet wurde und nur kurze Zeit existierte.
Hermann Brand. Er war kein Sektions- aber Einzelmitglied im I. P. V. Dresden. Aber er verband in Naumburg seinen Antiquitäten- mit dem Briefmarkenhandel, brachte Briefmarkenkataloge heraus und half so den hiesigen Sammlern sich zu orientieren.
Welchen Beitrag diese Naumburger Philatelisten zur Philateliegeschichte in unserer Region beziehungsweise in Naumburg erbracht haben, darüber wird gewiss noch an anderer Stelle zu berichten sein.

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Abb.: „Der Philatelist“, Nr. 8, 15.5.1891 (Jahresbericht Dubletten-Austausch)

Mit der Vereinszeitung „Der Philatelist“ besaß der I. P. V. Dresden über lange Jahre eines der besten deutschen Fachorgane. Aktuelle Meldungen über neue Emissionen aus aller Welt, Artikel und Diskussionen über philatelistische Grundfragen, Mitteilungen über Fälschungen und Fälscher, inhaltliche und organisatorische Hinweise zum Dublettentausch und nicht zuletzt die regelmäßigen Informationen über das philatelistische Leben im „Mutterverein“ und in den Sektionen – das machte die Stärke und die Beliebtheit dieser Zeitung aus. „Der Name der Zeitschrift wurde zum Programm.“
Das Fachorgan des Vereins erschien erstmalig am 1. Juni 1880, ging danach, am 1. Januar 1883, in das Eigentum des Vereins über. Erster verantwortlicher Redakteur war Hugo Schwaneberger.

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Abb.: Foto Alfred Moschkau

Mit dem Eintritt von Alfred Moschkau in die Redaktion des „Philatelist“ am 1. Januar 1893 gewann das Blatt erneut an Zuspruch. Besonderer Beliebtheit erfreute sich die monatlich erscheinende philatelistische Betrachtung des Altmeisters der Philatelie „Aus der philatelistischen Welt“. Historische Betrachtungen anlässlich zu würdigender Jubiläen der Philatelie aber auch zeitnahe Ereignisse mit oft scharfer Polemik und journalistischem Biss beurteilt – das war die philatelistische Welt Moschkaus. In einem kurzen Nachruf der Redaktion zum Ableben von Alfred Moschkau am 27. Mai 1912, er war 64 Jahre alt geworden, hieß es unter anderem: „... seine herzerfrischenden Plaudereien ,A u s d e r p h i l a t e l i s t i s c h e n W e l t` sind nun verstummt. Vom Krankenbette sandte der Pflichtgetreue uns seinen letzten (den 176.) Aufsatz im April, hoffend, noch einmal zu genesen. Es sollte nicht sein.“ Auf der Titelseite der Nr. 2 vom 1. Februar 1889 konnte man nun lesen, dass auch Naumburg an der Saale zu jenen Sektionen gehörte, für die „Der Philatelist“ zum Vereinsorgan geworden war. Die Naumburger Philatelisten waren konstante Leser dieser Zeitung. Sie brauchten sie und waren bemüht, ihre Mitarbeit am der Vereinszeitung kund zu tun.
Im Internationalen Philatelisten-Verein Dresden gehörte die Sektion Naumburg zu den mitgliederschwachen Sektionen, was aber nicht bedeutete, dass ihre Mitglieder inaktiv gewesen wären.
Als Beispiel sei hier nur der Fall Krippner genannt. Im Oktober 1891 erregte der Prozess gegen den Briefmarkenhändler Emil Reinhard Krippner (geboren am 6. März 1862 in Adorf/Vogtland) die gesamte philatelistisch interessierte Öffentlichkeit. Alle auflagenstarken deutschen philatelistischen Fachzeitschriften berichteten ausführlich über den Prozeßverlauf. Die Redaktion des „Philatelist“ gab sogar stenographische Aufzeichnungen ihres Special-Berichterstatters auf 11 Zeitungsseiten wieder.
Offenbar von dem unvorstellbaren Ausmaß des Betruges Krippners aufgeschreckt, stellte die Sektion Naumburg durch ihren Vorsitzenden Albert Weber in der 249. Sitzung des I. P. V., am 5. Dezember 1891, die Anfrage, „ob Seitens des Vorstandes Abdrücke der von Krippner gefälschten Stempel vom Landgericht Freiberg erbeten worden sind, und ob eine Veröffentlichung derselben im Vereinsorgan zu erwarten steht, damit die Mitglieder in die Lage gesetzt werden, beurtheilen zu können, ob sie Marken mit gefälschten Stempeln haben, und durch Zurückweisung solcher Marken sich vor Schaden schützen können“. Die Naumburger Mitglieder stellten den Antrag, „geeignete Schritte zur Erlangung der Stempelabdrücke zu ergreifen“. Erste diesbezüglich unternommene Schritte, so der Vorsitzende der Sitzung, Hesse, seien bisher erfolglos gewesen, „weil die zumeist von Krippner benutzten Stempel keine fest hergestellten, sondern bewegliche, aus Typen zusammengesetzte gewesen sind, die in der benutzten Form gar nicht mehr vorhanden, und von denen Abdrücke demnach auch nicht zu beschaffen sind“. Er setzte aber auf die Unterstützung der Vereinsmitglieder, die der Vorstand in der zuvor stattgefundenen Sitzung aufgefordert hatte, „ihre Krippner-Objekte nach Dresden zur Ausstellung bezw. Vereinigung zu einem Krippner-Falsa-Album zu senden“. Dadurch sollte erreicht werden, eine größere Anzahl der von Krippner benutzten falschen Stempel abzubilden und den Vereinsmitgliedern zugänglich zu machen. Bereits am 20. Februar 1892, also wenige Tage nach dem ergangenen Aufruf, waren die ersten Zuwendungen für das inzwischen angelegte Krippner-Falsa-Album eingegangen.
Krippner mußte eine zweieinhalbjährige Haftstrafe verbüßen und soll im April 1893 das Gefängnis verlassen haben. Zwei Jahre später, am 13. Juli 1895, verließ Krippner als Instrumentenbauer von Hamburg aus per Dampfer nach Montreal Deutschland.
Der Fall Krippner verpflichtet geradezu auf das „Vertrauliche Korrespondenz-Blatt philatelistischer Vereine“ einzugehen. In den 1890er Jahren waren Fälschungen und Betrügereien auf philatelistischem Gebiet de facto an der Tagesordnung.
Tatsächlich sollte diese neue Zeitung ein frühes, schon länger bestehendes Bedürfnis der Philatelisten und Vereine erfüllen: Von zentraler Stelle aus überparteiisch und unabhängig Sammler wie Händler in ihrem Kampf „zum Schutz der großen Sammlerwelt, zum Trutz gegen Fälscher und andere Betrüger“ zu unterstützen.

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Abb.: Foto Dr. Ludwig König

Auf dem III. Deutschen Philatelistentag, der vom 20. bis 22. Juni 1891 in Dresden, in Helbig`s Weißem Saale an der Elbe, unter dem Vorsitz von Dr. jur. Paul Kloß stattfand, beantragte cand. med. Ludwig König vom Straßburger Briefmarken-Sammler-Verein „Union“, ein „Vertrauliches Korrespondenz-Blatt philatelistischer Vereine“ herauszugeben. Begründet wurde der Antrag damit, „daß bisher alle Versuche, den philatelistischen Vereinen ein gutes Zentralblatt zu geben, fehlgeschlagen seien“ und dass mit seiner Gründung „die Erreichung dieses Zwecks versucht werde“. Es war ein beachtenswerter Wunsch, denn einen Zentralverband mit einem Zentralorgan gab es ja noch nicht. Und es sollten noch fünf Jahre vergehen, die auch von teilweise harten Auseinandersetzungen um das Vertrauliche Korrespondenz-Blatt zwischen den großen Vereinen gekennzeichnet waren, bis es 1896 zur Gründung des Bundes kam.

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Abb.: Korrespondenz-Blatt, Nr. 8

Die Naumburger Sektionsmitglieder des I. P. V. Dresden benötigten nicht viel Zeit, um sich für das Vertrauliche Korrespondenz-Blatt zu entscheiden. In der 134. Sitzung des „Briefmarken-Sammler-Verein Union“ Straßburg vom 22. Februar 1892 wurde mit dem sechsten Tagesordnungspunkt festgestellt: „Als an dem Korrespondenz-Blatt beteiligt sind noch aufzuführen die Vereine resp. Sektionen ... Naumburg ...“ Seitdem haben die Mitglieder der Naumburger Sektion dazu beigetragen, dass das Korrespondenz-Blatt seine Funktion erfüllen konnte.
Dazu gehörte, den Informationsfluss zwischen den Vereinen zu erleichtern, den Kampf gegen Fälschungen zu verbessern sowie gegen Schwindel und Betrug im philatelistischen Tausch- und Kaufgeschäft vorzugehen und Veränderungen ihres Mitgliederstandes sowie Daten ihrer Treffpunkte der Redaktion des Blattes mitzuteilen. Alwin Zschiesche hat diese Aufgabe oftmals stellvertretend für Albert Weber übernommen.
Als im August 1891 die erste Nummer des Korrespondenz-Blattes erschien, hatten 46 Vereine Deutschlands, Österreichs und der Schweiz das neue Blatt zu dem ihrigen gemacht. Ende 1891 besaßen bereits 70 Vereine diese informative Zeitung. Im Juli 1894 waren 250 Vereine bzw. Sektionen mit 16.000 Mitgliedern am Vertraulichen Korrespondenz-Blatt beteiligt.
In der Redaktionsverantwortung löste man sich ab, um der Dominanz eines Vereins, oder einiger weniger Vereine vorzubeugen. Im Zeitraum von 1891 bis 1900 hatten sechs Vereine die Verantwortung (inhaltlich und auch finanziell) für das Erscheinen des „Vertraulichen Korrespondenz-Blattes“ übernommen.
Die Beziehungen, insbesondere die zwischen den großen Vereinen, waren zeitweise von wenig Harmonie geprägt, sondern von Abgrenzung und oftmals auch von Zwietracht untereinander. Trotzdem oder auch gerade deshalb wuchs zunehmend das Bestreben nach Gemeinsamkeit und Zusammenhalt. Beides konnte aber nur durch einen einheitlichen Zentralverband geschehen. Diese lang gehegte Sehnsucht erfüllte sich, inzwischen längst überfällig geworden, im Juni 1896 mit der Gründung des „Bundes Deutscher und Österreichischer Philatelisten-Vereine“ in Köln. Sein offizielles Sprachrohr als Bundesorgan wurde ab 1899 das „Vertraulich Korrespondenz-Blatt philatelistischer Vereine“.
Das „Vertrauliche Korrespondenz-Blatt“ gehört heute zu jenen Dokumenten, die für unsere philateliehistorischen Forschungen bedeutungsvoll sind.

Ein fester Bestandteil der Vereinstätigkeit im I. P. V. Dresden und seinen Sektionen war der Dubletten-Austausch – wir sagen heute Rundsendedienst. Entwickelt hatte diese Idee die Briefmarkenfreunde in Lübeck. Der Dresdner Verein war der erste, der den Dubletten-Austausch zwischen den Philatelisten Deutschlands und Österreich-Ungarns organisierte. Nach diesem Vorbild entstanden in anderen Vereinen ähnliche Tauschverbindungen.
Im I. P. V. Dresden erfolgte der Briefmarkenaustausch auf der Grundlage von Statuten, die 16 Paragraphen enthielten. Im § 1 hieß es: „Dieser vom Verein für Freunde der Briefmarkenkunde zu Lübeck ins Leben gerufene Verband hat den Zweck, seinen Teilnehmern Gelegenheit zur Vervollständigung ihrer Sammlungen und zur Verwerthung ihrer Dubletten zu geben. Dieser Zweck wird durch die Circulation von Tauschbüchern (für Marken) und von Tauschkasten (für Ganzsachen) erreicht, über deren Einrichtung der diesem Statut beigefügte ,Anhang` Auskunft gibt.“ Der Paragraph 2 regelte die Mitgliedschaft, d. h. die Teilnahme am Tauschverkehr. Der Dubletten-Austausch wurde in Verantwortung eines gewählten Vorstandes geführt, der aus den Obmännern, dem Vorsitzenden des I. P. V. und je einem Vertreter der Tauschkomplexe bestand. Der Paragraph 4 regelte den Einlieferungs- und Verrechnungsmodus. Von Bedeutung für den reibungslosen Ablauf des Tauschverkehrs war der 12. Paragraph. Dort hieß es: „Entwendungen oder Vertauschungen von Marken ... oder Ganzsachen ... decken den Thatbestand criminell strafbarer Eigenthumsvergehen. Derart vorkommende Fälle ... werden in Zukunft ausnahmslos bei der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht“. Dieses Thema sollte in den kommenden Jahren stets wichtig sein und Maßnahmen zur Folge haben, die den Kontrollmechanismus verbessern halfen.
Jährlich fanden 12 Versendungen statt, über deren Ergebnisse der „Jahresbericht über den Dubletten-Austausch des Verbandes philatelistischer Vereine Dresden“ Auskunft gab. Am 31. Dezember 1887 bestanden 53 Komplexe. Im Zeitraum Juli 1886 bis Mai 1887 wurden 6 736 Tauschbogen und Couverts versendet, die einen Umsatz von 17.099,55 Mark erbrachten, von denen die Verbandskasse 336,80 Mark erhielt.
Die Sektion Naumburg a./S. nahm als 66. Komplex ab der 43. Versendung am 12. April 1889, also nur drei Monate nach ihrer Gründung, am Dubletten-Austausch teil. Zunächst war Otto Kobert als Sektionsvorsitzender auch der Komplexvertreter, dessen Aufgaben ja wenig später (ab Februar 1891) Albert Weber übernahm.

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Abb: Nr. 8, 15.5.1891 (Jahresbericht Dubletten-Austausch)

In den Jahresberichten über den Dublettenaustausch musste des Öfteren die inkonsequente Kontrolle der Entnahmen bemängelt werden. Bezogen auf das Berichtsjahr 1889 wurde vom Vorstand der Wunsch geäußert, „dass die Complexvertreter anstatt der bisherigen Controllziffern I, II, III und IV mit Farbstift, sich recht deutliche in die Tauschbogenquadrate passende Stempel anschafften, um damit die von ihrem Complex entleerten Felder zu annullieren. Der Farbstifteintrag kann in einem späteren Complexe zu leicht nachgemacht werden ..“. Es war die Sektion Naumburg, die auf diese Anregung reagierte. In ihrer Sitzung am 8. Oktober 1890 schlug sie vor, dem „bestehenden Mangel ... durch Einführung einer gleichmässigen Abstempelung durch Z a h l e n und Stempel f a r b e abzuhelfen“. Den Obmännern sollte zur Pflicht gemacht werden, die Bücher nur mit den Zahlenstempeln und der entsprechenden Farbe abzustempeln, so dass jedes Feld, dem eine Marke entnommen wurde, markiert ist. In drei Vorstandssitzungen des I. P. V. Dresden wurde über diese Anregung der Naumburger Sektionsmitglieder beraten. In der Sitzung des Geschäftsführenden
Ausschusses am 17. Januar 1891 gab der Vereinsvorsitzende, Albert Schönig, den vom Leiter des Dubletten-Austausches, Bernhard Blauhuth (1852 – 1921), 2. Sekretär des I. P. V., erarbeiteten Bericht zum Naumburger Vorschlag zur Kenn-tnis. Dieser Bericht wurde 14 Tage später auszugsweise in der vereinseigenen Zeitung „Der Philatelist“ veröffentlicht. Im Ergebnis dieser Beratungen haben die Obmänner beschlossen, „dass künftig an Stelle der entnommenen Marken auf den Tauschbogen ein einheitlicher Stempeleintrag Seitens der Complexvertreter in der im Titelheft vorgeschriebenen Farbe stattzufinden hat ...“. Gleiches traf auch für die Ganzsachen zu. Ab der 67. Versendung im April 1891 wurde nach diesem Prinzip verfahren.
Auch eine kleine Sektion, wie die aus Naumburg, war in der Lage, ihren Beitrag zur Hebung des Niveaus eines großen Vereins zu leisten. Mindestvoraussetzungen waren Engagement und Vereinsinteresse.
Viele bekannte Namen der deutschen Philatelie aber auch aus dem Ausland waren vertreten, als der Internationale Philatelisten-Verein Dresden seine 491. Sitzung am 4. Januar 1902 mit der Vorfeier für sein 25jähriges Stiftungsfest verband. Die verdienstvollsten Vereinsmitglieder wurden geehrt. Zugleich wurde beschlossen, künftig jedes Jahr die mehr als zwanzigjährige Mitgliedschaft im Verein mit einem Ehrendiplom zu würdigen. Im Rahmen dieser Vorfeier erhielten 43 Mitglieder dieses Ehrendiplom und alle 32 Sektionen, darunter auch die aus Naumburg an der Saale, erhielten ein Erinnerungsdiplom. Ein Jahr später, am 3. Januar 1903, anlässlich des 26. Stiftungsfestes des I. P. V., waren es Alwin Zschiesche, Richard Salecker und Emil Fuchs aus der Sektion Naumburg, die mit dem Ehrendiplom für ihren Vereinsbeitritt im Jahr 1882 geehrt worden sind. Die eigentlichen Feierlichkeiten zum Silbernen Vereinsjubiläum fanden am 24. Mai 1902 statt. Es war zugleich die 500. Vereinssitzung, zu der 118 Teilnehmer anwesend waren. Die Sektion Naumburg gehörte zu jenen Vereinen und Sektionen, die dieser Veranstaltung ihre Glückwünsche übermittelte. Zur Erinnerung an das 25. Stiftungsfest ließ der Vorstand zahlreiche Souvenirs anfertigen. Dazu gehörte auch eine zehnteilige Postkartenserie, die für 1 Mark und 10 Pfg Porto erworben werden konnte. Die Karte Nummer 4 trug die Bezeichnung „Die Sections-Vorsitzenden II“. Unter den Abgebildeten befand sich auch der Vorsitzende der Sektion Naumburg, Albert Weber. Anfang 1914 schließlich konnten auch die Sektionsmitglieder aus der Domstadt an der Saale ihre 25jährige Stiftungsfeier veranstalten. Der Vorstand des I. P. V. teilte über sein Vereinsorgan am 15. Januar mit: „Auch unsere rührige, wenn auch kleinere S e k t i o n N a u m b u r g kann am 16. Januar 1914 auf ein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Auch ihr soll eine besondere Ehrung zuteilwerden, ebenso wie den Sektionen Z i t t a u, B r ü s s e l, und G r i m m a ...Wir wünschen unseren geschätzten J u b e l s e k t i o n e n auch fernerhin ein stetes Blühen, Wachsen und Gedeihen!“. Noch zehn Jahre lang hat sich die Naumburger Sektion diesen Wünschen verpflichtet gefühlt.

Zum Abschluss ein Ereignis, das auch zur Geschichte der Sektion Naumburg gehört.
Als sich Alwin Zschiesche Mitte der 1890er Jahre als Album- und Kataloghersteller aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, gerieten er und seine Leistungen für die Philatelie in Deutschland allmählich in Vergessenheit. Sein Name und das, was er seit der philatelistischen Pionierphase für die Sammler- und Händlerwelt vollbracht hatte, waren nicht mehr, oder nur vereinzelt, Gegenstand des Vereinslebens und der Fachpresse. Kein Verein, keine philatelistische Zeitung haben persönliche oder geschäftliche Jubiläen von Alwin Zschiesche zum Anlass genommen, seine Arbeit, seine Mühen und oft auch seine Entbehrungen anzuerkennen.
Mit einer Ausnahme: Der Internationale Philatelisten-Verein Dresden und seine Sektion in Naumburg! So nahmen der Vereinsvorstand in Dresden und der Sektionsvorsitzende, Albert Weber, das 50. Firmenjubiläum von Alwin Zschiesche als Gelegenheit wahr, in der März/April-Ausgabe des Jahres 1917 im „Philatelist“ u.a. zu veröffentlichen: „Am 1. April 1917 sind es fünfzig Jahre, daß die unter der Firma ,A l w i n Z s c h i e s c h e `in Naumburg ansässige Briefmarkenhandlung besteht. Gegründet am 1. April 1867, hatte ... A l w i n Z s c h i e s c h e, ... als einer der Ersten und schon sehr früh den Wert des Sammelns der Briefmarken ...“ erkannt.

Historischer Abriss zum 125. Jahrestag der Gründun
Abb: Nr. 3-4, S. 79 (50. Firmenjubiläum A. Zschiesche)

Alwin Zschiesche war inzwischen der älteste, noch lebende Briefmarkenhändler in Deutschland. George Zechmeyer (*1836; †30.6.1899) aus Bayern, der sich selbst als erster Briefmarkenhändler in Deutschland bezeichnete, war bereits 18 Jahre vorher verstorben.
Erst zwölf Jahre später, als Alwin Zschiesche am 31. Mai 1929 in Wiesbaden, wohin er Ende 1910 von Naumburg aus verzogen war, starb, da haben es sich fast alle bedeutenden Fachzeitschriften der philatelistischen Zunft nicht nehmen lassen, in sehr sparsamer Weise Worte des Gedenkens zu finden.

Nur sieben Jahre später, nachdem Albert Weber die wertschätzenden Worte über Alwin Zschiesche in der Öffentlichkeit zum Ausdruck brachte, verstarb der Vorsitzende der Ortsgruppe Naumburg im I. P. V. Dresden am 15. Januar 1924 in der Domstadt an der Saale. Im gleichen Jahr hörte wohl die Ortsgruppe Naumburg auf zu existieren.

Die Naumburger Philatelisten haben ein historisches Erbe, zu dem nicht nur die Geschichte des Naumburger Briefmarkensammler-Vereins 1904 e. V. sondern auch die der Sektion Naumburg im Internationalen Philatelisten-Verein Dresden gehört, zu bewahren. Diese verantwortungsvolle Verpflichtung ernsthafter als zuvor wahrzunehmen, haben wir vor etwa acht Jahren auf neue Art und Weise begonnen. Auf uns und die nachfolgende Philatelistengeneration warten noch große Aufgaben, um den bestehenden Ansprüchen zur Aufarbeitung und Bewahrung unserer Philateliegeschichte im Allgemeinen und unserer Vereinsgeschichte im Besonderen gerecht zu werden.

Hans-Peter Garcarek

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