Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. im BDPh. e.V.

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115. Deutscher Philatelistentag 2017 in Wittenberg



115. Deutscher Philatelistentag 2017 in Wittenberg

Der Bundesvorstand des BDPh hat Mitte November 2013 beschlossen den Deutschen Philatelistentag 2017 in Wittenberg auszurichten.
Dem Beschluss ging eine Initiative des Vorsitzenden des Wittenberger Briefmarkensammlervereins, Dr. Richard Thomas, voraus.

Zwei Gedanken waren hierbei wesentlich:
Einmal endet 2017 die Lutherdekade zum 500. Jahr seit Beginn der Reformation.
Zum anderen war der Wittenberger Philatelist Hans Wagner Begründer des ersten Philatelistentages gewesen.

Damit liegt eine weitere Wurzel der Traditionen der heutigen organisierten Philatelie in Sachsen-Anhalt, neben Rudolphi, dem Initiator des Tages der Briefmarke.

Nun gilt es zwischen dem Wittenberger Briefmarkensammlervereins, dem Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. und dem Bundes Deutscher Philatelisten e.V. gemeinsam einen Termin für Anfang August / Ende September 2017 zu finden und eine Gruppe für die Vorbereitung des erst dritten Philatelistentag auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt zu bilden. Unterstützer und Ideenschmiede sind gern willkommen.




Laut dem Vorsitzenden gibt es in Wittenberg eine organisierte Philatelie (erst) seit dem 4. Oktober 1920.
Der "Vater der Deutschen Philatelistentage", Hauptmann Hans Wagner war jedoch gebürtiger Wittenberger.
(Weiter Informationen dazu siehe unter: Der Wittenberger Philatelist Hans Wagner - Begründer der Deutschen Philatelistentage)

Hans Wagner wurde am 18. Sept. 1852 als Sohn des Kreisgerichtsrates Johannes Wagner geboren. In Wittenberg besuchte er von 1864 bis 1872 das humanistische Gymnasium am Kirchplatz und begann als Hobby Briefmarken zu sammeln. Von seinem Vater und Nachbarn bekam er Briefmarken geschenkt und hatte bald Altdeutschland komplett beisammen. Er kaufte das "Basler Täubchen", die bekannteste Schweizer Marke für 5 gute Groschen. Der heutige Katalogwert liegt bei 18 000 Schweizer Franken.
Nach dem Abitur trat er in den preussischen Militärdienst ein und diente ab 1873 in Mainz. Er schrieb Aufsätze in Fachzeitschriften und hielt als Vorstandsmitglied des "Mainzer Sammlervereins für Postwertzeichen" Vorträge in benachbarten Vereinen. Anlässlich der 100. Vorstandssitzung des Mainzer Vereins schlug Wagner vor, diesen Tag feierlich zu begehen und benachbarte Vereine und Sammler für den 18. Sept. 1889 zu einem "Rheinischen Philatelistentag" einzuladen. Auf Grund der übergroßen Resonanz weit über das Rheinland hinaus wurde dieses Treffen spontan zum "Ersten Deutschen Philatelistentag" erklärt und Hans Wagner schlug vor, alljährlich einen "Allgemeinen Deutschen Philatelistentag" abzuhalten. Der Wittenberger Hans Wagner hatte die Wurzeln gelegt zu einer großen Familie aller deutschen Sammler. Beim 8. Philatelistentag 1896 in Köln waren auch alle Österreichischen Vereine einbezogen und Hauptmann Hans Wagner wurde der Ehrentitel "Vater der Philatelistentage" verliehen.
1909 editierte der Mainzer Verein für Briefmarkenfreunde 1885 e.V. eine "Hans-Wagner-Medaille" die bis heute aller drei Jahre auf Philatelistentagen an verdienstvolle Perönlichkeiten verliehen wird.
Hans Wagner verstarb am 21. Juli 1940 mit 88 Jahren in Frankfurt am Main. Er war Ehrenmitglied zahlreicher deutscher und österreichischer Sammlervereine.
2010 hatte Richard Thomas in zwei Zeitschriften einen Aufsatz mit dem Titel "Hauptmann Hans Wagner aus Wittenberg - Vater der Deutschen Philatelistentage" veröffentlicht und schloß mit dem Satz:
"In Wittenberg ist er eher vergessen und hat bis heute keine öffentliche Würdigung erfahren. Eine Vision des Autors ist die Abhaltung des 118. Deutschen Philatelistentages im Jahr 2017 in Wittenberg, dem Geburtsort von Hans Wagner. Denkbar wäre eine weitere Emailletafel des ROTARY-Clubs im Rahmen der Ehrung berühmter Persönlichkeiten der Stadt. Die Enthüllung sollte vom Präsidenten des BDPh Ende August / Anfang Sept. 2017 stattfinden."
Und für den BSV Wittenberg e.V. , der seit 2008 im Rahmen der Luther - Dekade die Themenjahre mit der postalischen Würdigung verdienstvoller Persönlichkeiten der Reformation begleitet, ist die Ausrichtung des Philatelistentages von Freitag bis Sonntag mit 250 Übernachtungs- und ebenso vielen Tagesgästen eine große Ehre und Herausforderung zugleich. Wir freuen uns, dass der Philatelist Prof. Wolfgang Böhmer im Vorbereitungsausschuss mitwirken wird. Das Stadthaus als Tagungsort wie auch die Exerzierhalle zum Festabend werden ausgebucht sein und die Werbeausstellung verspricht hochkarätige Exponate zum Thema Luther / Reformation sowie noch nie gezeigte Ansichtskarten aus der Sammlung Lieder.



Weitere Informationen zum Philatelistentag 2017 in Wittenberg unter:

Spektakel für Briefmarkensammler Deutscher Philatelistentag in Wittenberg

Post geht von Wittenberg nach Mellrichstadt. 60 Exemplare gehen dann an das Martin-Pollich-Gymnasium. Überlegungen laufen, den 117. Deutschen Philatelistentag in Wittenberg stattfinden zu lassen.

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