Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. im BDPh. e.V.

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Aktionstag zur Briefmarkenübergabe „800 Jahre Dessau“

von Dietrich Ecklebe

In diesem Jahr wird Dessau 800 Jahre alt. Auch wenn die Stadt an Mulde und Elbe in der letzten Zeit eher Schlagzeilen durch das Hochwasser gemacht hat, sollte man nicht vergessen, dass Dessau eine Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten ist. Immerhin gibt es mit dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich und dem Bauhaus gleich zwei Kulturstätten, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden sind. Dazu kommen die Elbauen, die als Lebensraum der Elbbiber schon seit einigen Jahren Biosphärenreservat sind. Darüber hinaus ist Dessau ein Ort, der durch seine Innovation auf dem Gebiet der Technik Schlagzeilen gemacht hat. Man braucht nur an Hugo Junkers zu denken. Aber auch vor 200 Jahren glänzte Dessau durch eine Politik der Toleranz. Moses Mendelssohn und die Philantropisten wirkten hier und mit Fürst Leopold III. Friedrich Franz stand ein Fürst an der Spitze des Staates, der Verbesserungen in Schul- und Gesundheitswesen in Anhalt einführte, die sich in Deutschland erst Jahrzehnte später durchsetzten. Bis heute nennen die Dessauer ihn liebevoll „Vater Franz“.
Die am 1. Juli erschienene Briefmarke weist mit ihren an das Bauhaus erinnernden geometrischen Quadraten und Kreisen auf diese Vergangenheit hin. Eine Junkersmaschine fliegt über dem Bauhaus. Die orange Farbe deutet auf die Beziehungen zu den Niederlanden, denn niederländische Prinzessinnen brachten die „Oranische Erbschaft“ mit nach Desau, eine Gemäldesammlung mit Meisterwerken niederländischer Maler.
Die Dessauer Philatelisten ließen es sich nicht nehmen, dieses Jubiläum entsprechend zu würdigen. In der Rathauspassage, die täglich Tausende Gäste besuchen, wurde die Sonderpostfiliale der Deutschen Post AG eingerichtet. Ein Sonderstempel kam zum Einsatz und der Verein gab zwei passende Karten heraus. Zur Veranstaltungseröffnung waren viele Ehrengäste anwesend. Der Oberbürgermeister des Stadt Dessau-Rosslau würdigte das Ereignis und der Vereinsvorsitzende, Herr Till, zeigte die Entstehung der Briefmarke auf. Ein Genuss war es, den Grußworten des Altministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Herrn Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, zuzuhören. In seiner launigen Art bekannte er sich nicht zum Sammeln von Briefmarken, sondern machte Werbung für die Philatelie.
Es war eine gelungene Veranstaltung, die sicher für die Stadt Dessau nach den Tagen des Hochwassers gut getan hat. Man kann den Flutopfern auch dadurch helfen, dass man die im Juli erscheinende Briefmarke mit der Spende für die Flutopfer für seine Post verwendet oder einfach Dessau besucht, denn die Schäden sind nicht mehr zu sehen und die Hoteliers warten auf die Gäste. Sehenswürdigkeiten gibt es mehr als nur für einen Kurzbesuch.

800 Jahre Dessau - Briefmarkenübergabe
Prof. Dr. Wolfgang Böhmer beim Vorstellen des Postwertzeichens „800 Jahre Dessau“

800 Jahre Dessau - Briefmarkenübergabe2
Reden des Dessau-Roßlauer Oberbürgermeisters, Herr Koschig, und Herrn Till, Vorsitzender des Briefmarkenverein Dessau-Roßlau e.V.

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