Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. im BDPh. e.V.

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17.01.2013 – 550. Geburtstag von Kurfürst Friedrich dem Weisen



Seit einigen Jahren begleiten die Philatelisten die Reformationsdekade mit entsprechenden philatelistischen Belegen. Am 17. Januar 2013 begehen wir den 550. Geburtstag des Kurfürsten Friedrich III., auch der Weise genannt, der in der Zeit der Reformation in Wittenberg residierte und einen großen Einfluss auf die historischen Ereignisse dieser Zeit hatte.

Sonderstempel vom 17.01.2013 zum 550. Geburtstag v

Geboren wurde er 1463 in Torgau und wurde bereits 1486 regierendes Oberhaupt der ernestinischen Linie der Wettiner, die die sächsische Kurfürstenwürde inne hatten und so den deutschen König mit wählen durften. Er regierte jedoch zusammen mit seinem Bruder Johann dem Beständigen. Friedrich III. verfügte über gewaltige Einnahmen aus dem Silberbergbau im Erzgebirge. 1493 unternahm er eine Wallfahrt in das Heilige Land, denn er galt als gläubiger Katholik und eifriger Sammler von Reliquien. Im Laufe der Jahre trug er die drittgrößte Reliquiensammlung seiner Zeit zusammen. 1502 gründete er die Universität von Wittenberg, die schnell zu einer der führenden europäischen Hochschulen aufsteigen sollte. 1505 trat Lucas Cranach der Ältere seinen Dienst als Hofmaler in Wittenberg an.
Obwohl Friedrich als gläubiger Katholik galt, unterstütze er Luther und hielt bei vielen Aktionen seine Hand schützend über ihn. Es sei nur an das Geleit nach Worms und an Luthers Asyl auf der Wartburg gedacht. Gleichzeitig hat Friedrich Luther nie persönlich empfangen. Die Ursachen lagen wohl mehr in den politischen Interessen des Kurfürsten, denn er war an starken Fürstentümern und einer schwachen Kaiser- und Papstmach interessiert und das wäre eine Folge der Luthers. Bei der Wahl eines neuen Kaisers 2019 verzichtete er auf eine eigene Kandidatur und trat vielmehr als Wahlvermittler auf. Damit gewann er das Ansehen bei allen, was auch zu seinem Namen der „Weise“ beitrug. Dadurch konnte Karl V. neuer Herrscher werden und musste die von Friedrich ausgearbeitete Wahlkapitulation unterzeichnen.
Während des Bauerkrieges richtete sich Friedrich auch gegen das Abschlachten der Bauern.
Erst auf dem Sterbebett ließ er sich das Abendmahl auf protestantische Art reichen. Er starb am 5. Mai 1525.

Sonderbriefmarke von 2003 mit Abbildung Friedrich der Weise

Da Friedrich der Weise zu den bestimmenden Persönlichkeiten der Reformation gehörte, ist eine philatelistische Ehrung im Rahmen der Reformationsdekade selbstverständlich.
Die Sonderpostfiliale befindet sich am 17. Januar 2013 ab 9,00 Uhr im neueröffneten Shopping Center Arsenal (in der Nähe des Rathauses). Angeboten werden ein Sonderstempel und ein entsprechender Schmuckumschlag vom Verein in Wittenberg. Der Sonderstempel zeigt ein Porträt Friedrichs nach einer Darstellung Lucas Cranachs. Bestellungen nimmt an:
Dr. Richard Thomas, Rebenweg 24, 06886 Lutherstadt Wittenberg

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