Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. im BDPh. e.V.

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Exponate, Stände und Drucksteine in Haldensleben



Von Uwe Kraus, IMDG Papier&Druck in "Die schwarze und die weiße Kunst"

Gleich doppelten Grund hatten der Vorsitzende der Motivgruppe "Papier&Druck" und sein Stellvertreter, am ersten September-Wochenende ins sachsen-anhaltische Haldensleben zu reisen. Beide stellten bei der „Haldensleben 2012“ ihre aktuellen Exponate aus. Gleichzeitig nutzten sie das Angebot der Ausrichter, des Vereins der Briefmarkenfreunde von Haldensleben und Umgebung, in der dortigen Ohrelandhalle den Werbestand der Motivgruppe Papier&Druck aufzuschlagen. Immerhin war die Schau, an der rund 200 Sammler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnahmen, neben Schleiz und Schweberdingen die einzige Rang-II-Ausstellung im Jahr 2012. Mit 920 Rahmen erlebten die Besucher zudem die größte jemals im Bundesland gezeigte Schau.
Für die Spitze der Motivgruppe Papier&Druck gab es neben den beiden eigenen Exponaten durchaus einige, die thematisch das Auge der Sammler erfreuten. Dazu zählten „Streifbänder Argentiniens“ und besonders eine hoch dekorierte Postgeschichtssammlung zu „Zeitungsdrucksachen von 1939 bis zum Kriegsende“. Aber auch die Motivgruppe brauchte sich mit ihren Ergebnissen nicht zu verstecken. Das Team um Veranstaltungsleiter Alfred Schmidt, der mit seinem hoch prämierten Exponaten als internationales Aushängeschild der Philatelie des Bundeslandes gilt, organisierte eine Ausstellung, die Maßstäbe setzte. Angefangen von einem Katalog, dessen Anmutung modern und locker war, bis hin zu Aussteller-Abend, Palmares und Rahmenprogramm gab es in Haldensleben beste Werbung für die Philatelie.

Fotos zu Exponate, Stände und Drucksteine

Für die Philatelisten der Motivgruppe hatte der Besuch des durch seine Grimm-Sammlung bekannten Museums einen besonderen Reiz. Hatte doch Dr. Hans-Joachim Büchel von der Haldensleber Künstlergilde am Sonntagvormittag zu einer Vorführung lithografischer Drucktechnik eingeladen. Schließlich verfügt das Stadtmuseum noch über eine gute technische Ausrüstung dafür, auch wenn solche Schauvorführungen zumeist nur zum Internationalen Museumstag veranstaltet werden. Neben der Drucktechnik bestach die Sammlung von Drucksteinen aus Solnhofener Plattenkalk, aber auch ein Blick ins (nachgestellte) Zimmer von Carl August Eyraud, dem 1815 von Johann Gottlob Nathusius (siehe SWK 171) die erste komplette Steindruckerei im deutschen Norden eingerichtet wurde. Auf ihr wurde nach aktuellen Forschungen die einzige deutsche Zeitung in Steindruck produziert. Während bei der Demonstration an der Steindruckpresse Dr. Hans-Joachim Büchel den künstlerischen Teil übernahm, trug Jürgen Seeger von der Motivgruppe Papier&Druck mit seinen Fachkenntnissen rund um Alois Senefelder zum druckhistorischen Hintergrund bei. Schließlich habe sich der Erfinder dieses Druckverfahrens auch um den Notendruck verdient gemacht. In seinem „Vollständiges Lehrbuch der Steindruckerei“ schreibt er: „Ein Stückchen äußerst schlecht gedruckter Musiknoten aus einem alten Gesangbuch weckten sogleich die Idee, dass ich mit meiner neuen Druckart auch Musikalien weit schöner als bleierne Lettern liefern könnte.”

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