Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. im BDPh. e.V.

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800 Jahre Anhalt in Bernburg



Vom 02. bis 03.06.2012 findet in Bernburg das 15. Stadtfest und das 44. Rosenfest statt. Da
es sich um ein Fest im Freien handelt, wird auch die Sonderpostfiliale mitten im Stadtzentrum
im Festbereich im Freien stehen. Als Stempelmotiv wurde Eulenspiegel gewählt, denn er hat
auch in Bernburg seine Streiche verübt. Der Eulenspiegelturm erinnert bis heute daran.

"Seit die anhalt-bernburgische Linie mit dem Tode des letzten Herzogs Alexander Carl 1863 ausgestorben war, ist „Anhalt-Bernburg“ als Teil der Geschichte für ein souveränes, kleines deutsches Land in den Hintergrund getreten. Das Land Anhalt-Bernburg wurde mit dem verbliebenen Land Anhalt-Dessau vereinigt. Nach über dreihundert Jahren entstand damals wieder ein ungeteilter deutscher Staat Anhalt.

Heute ist Anhalt Teil des im Jahr 1990 neu gegründeten Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Gleichwohl wirkt die eigenständige, lange Geschichte in den ehemaligen Gebieten Anhalts fort, auch in Anhalt-Bernburg mit der Residenzstadt Bernburg.

Das Schloss Bernburg, auf einem Sandsteinfelsen über der Saale erbaut, verkörpert in seiner architektonischen Gestalt die gewachsene Geschichte Anhalts seit dem 12. Jahrhundert. Der romanische Bergfried, später Eulenspiegelturm genannt, seit 2007 gehört er zur „Straße der Romanik“, erinnert an die Zeit des Grafen und Herzogs Albrecht der Bär (um 1100 - 1170). Sein Sohn Bernhard I. (1140 - 1212) war der erste Herrscher, der urkundlich den Titel „Graf von Anhalt“ führte, später den Titel Herzog von Sachsen. Nach der Erbteilung im Jahr 1212 erhielt Heinrich I. die Grafschaft Aschersleben und Anhalt. Man kann diese Erbteilung als „die Geburtsstunde des Anhaltischen Staates“ nennen. Aus diesem Grund wird im Jahr 2012 das Jubiläum „800 Jahre Anhalt“ begangen.

Heinrich I. führte neben dem Grafentitel auch den Titel „Fürst von Anhalt“ (Hermann Wäschke: Geschichte Anhalts von den Anfängen bis zum Ausgang des Mittelalters, Cöthen 1912, S. 183). Das Schloss Bernburg war vermutlich die Residenz, von wo aus er das Herrschaftsgebiet westlich bis zum Harz und östlich bis zur Elbe regierte.

Als Stammburg, seit 1538 als Renaissanceschloss, wurde Schloss Bernburg von den Askaniern, mit Respekt vor der Tradition und ihrer langen Geschichte, erhalten und behutsam erweitert. Das heutige Erscheinungsbild entspricht weitgehend dem des ausgehenden 17. Jahrhunderts. Das Schloss ist heute weit über Anhalt hinaus bekannt. Es wird zur Zeit mit erheblichem Aufwand von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt und der Stadt Bernburg (Saale) saniert und restauriert.

Eine besondere Stellung nimmt Bernburg in Sachsen-Anhalt dadurch ein, dass sich im Landeswappen der „anhaltische Bär“ befindet, der ursprünglich auf die Herrschaft Bernburgs hinweist, neben dem brandenburgischen Adler und der sächsischen Raute, die ebenfalls auf die Askanier zurückgehen. Vor dem Schloss ist ein Bärenzwinger für zwei Braunbären angelegt. Auch diese erinnern an „Albrecht den Bären“, dessen Mutter Eilika das Schloss Bernburg als Witwensitz nutzte.

Seit 961 n. Ch. ist die Ansiedlung Bernburg als Saaleübergang zwischen Magdeburg und Halle bekannt. Bis heute hat die Stadt diese zentrale Funktion behalten."*


Im Rahmen den Festwoche vom 31.05.-03.06.2012 kann am Stand des Landesverbandes am 2. und 3.6.2012 der Umschlag mit Sonderstempel erworben werden.
800 Jahre Anhalt in Bernburg

Der Preis beträgt 2,00 € je Stück.

Bestellungen von Belegen bitte schriftlich an:
Dietrich Ecklebe
Herzogstr. 24
38889 Blankenburg

* In Auszügen aus: http://www.anhalt800.de/Anhalt800/Orte/Bernburg-Saale-/

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