Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. im BDPh. e.V.

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Landesverbandstag in Blankenburg

Landesverbandstag der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. anlässlich des 800. Jahrestages der Stadt Blankenburg

Impressionen vom Landesverbandstag.

23. Landesverbandstag des LV LSA




Dietrich Ecklebe (AIJP)

Am 21.04.2012 findet der Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. im Sitzungssaal des historischen Rathauses von Blankenburg statt. Im Erdgeschoss wird eine Briefmarkenschau mit Exponaten, die sich mit Blankenburg und Umgebung beschäftigen zu sehen sein. Eine Sonderpostfiliale wird die Ausgaben der Deutschen Post AG anbieten und einen Sonderstempel, der auf den LV-Tag und den 800. Jahrestag der Stadtgründung Blankenburgs aufmerksam macht. Der dazu Sonderstempel weist zeigt das historische Rathaus, das auch auf dem Zudruck des Schmuckumschlages zu sehen sein wird.

Schaut man sich die Jubiläumsdaten Blankenburgs an, wird man feststellen, dass die Jahreszahlen auf ein ständig änderndes Gründungsdatum der Stadt hinweisen. 1937 fand die 700-Jahr-, 1983 die 750-Jahr- und 2012 die 800-Jahrfeier statt. Bisher ging man von dem Gründungsdatum 1223 aus. Da aber im Weltwirtschaftsjahr 1933 das Geld fehlte, verlegte man die Feier auf 1937.

Erst nach der Grenzöffnung hatten die Historiker Zugang zu den Archiven in Wolfenbüttel, die für die Geschichte Blankenburgs wichtig sind, denn die Stadt gehörte zum Herzogtum Braunschweig. Dort fand man eine Urkunde des Bischofs Friedrich von Halberstadt aus dem Jahr 1212, in der Blankenburg genannt wird. In einer anderen Urkunde des Grafen Siegfried II. aus dem gleichen Jahr wird Blankenburg als „oppidum“ bezeichnet. Auch ein Aufenthalt Kaiser Lothars III. für die Jahre 1122 oder 1123 sind bezeugt. Die Burgen Blankenburg, die für die Stadt namensgebend war, Regenstein und Heimburg werden 1202 erwähnt, aber nicht die Stadt. Daher muss man von einer Gründung nach 1202 ausgehen. Bei Ausgrabungen hat man Münzen von 1334 gefunden. Die Stadt hatte zu diesem Zeitpunkt bereits das Goslarer Stadtrecht und somit Markt-, Zoll- und Münzrecht. Ein Stadtrat wird 1389 erstmals genannt, das Rathaus erst 1442.

Alle Daten, die an dem historischen Rathaus zu lesen sind, führen leider in die Irre und beziehen sich auf Erweiterungs- oder Umbauten. Das Rathaus ist das bedeutendste Bauwerk des Mittelalters in Blankenburg. Auf dem Treppenturm im Renaissancestil findet man das prunkvolle Wappen des Fürsten Ludwig Rudolfs, dessen älteste Tochter Elisabeth Christine deutsche Kaiserin wurde und die Mutter der bekannten Kaiserin Maria Theresia war. Ihre Schwester heiratete den Sohn Peter I. von Russland. Das kleine Fürstentum konnte so in die bedeutendsten Adelsfamilien Europas einheiraten. Die letzte Königin Griechenlands wurde in Blankenburg geboren und ihre Tochter ist heute Königin von Spanien.

Kontaktadresse: Dietrich Ecklebe, Herzogstr. 24, 38889 Blankenburg
E-Mail: dietrichecklebe@alice-dsl.net

Schmuckumschlages und Sonderstempel für den Landesverbandstag der Philatelisten am 21.04.2012 in Sachsen-Anhalt e.V. anlässlich des  800. Jahrestages der Stadt in  Blankenburg

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