Landesverband der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V. im BDPh. e.V.

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Antwort auf die Lesermeinung von Heinz Tauchnitz, Naumburg zur Broschüre

„Aus dem Leben des Zeitzer Philatelisten Hans Grünewald“ (veröffentlicht im Sachsen-Anhalt-Kurier Heft 76 (4/2010) Seiten 7-9 und auf der Internetseite des LV der Philatelisten in Sachsen-Anhalt e.V.) von Hubert Tretner, Zeitz

Es ist eine Bestätigung der Aktivitäten aller bisherigen und zukünftigen Autoren der Schriftenreihe „Beiträge zur Zeitzer Philatelie und Postgeschichte“, wenn sich Leser für die seit 1993 vom Verein für Briefmarkenkunde Zeitz von 1880 e.V. herausgegebenen zahlreichen Hefte interessieren.
Die Broschüre Nr. 33/2008 mit 44 Druckseiten war dem Zeitzer Philatelisten und Ehrenvorsitzenden Hans Grünewald anlässlich seine 100. Geburtstages gewidmet. Besonders verdient gemacht hat sich der Geehrte um die Philatelie und Postgeschichte von Zeitz, dem mitteldeutschen Raum und der Ostseemetropole Stettin.
Gegenstand der Broschüre, wie der Titel aussagt, waren jedoch nicht die guten Leistungen anderer Zeitzer Philatelisten, wie aus dem Broschürentitel eindeutig hervorgeht. Zu diesen Personen ebenfalls Hefte herauszugeben, sollte der weiteren philatelistischen Zeitzer Geschichtsschreibung vorbehalten bleiben.
Leider läßt Herr Tauchnitz wenige Kenntnisse von den Aktivitäten und Leistungen von Hans Grünewald erkennen und ersetzt diese durch eine Vielzahl von unsachlichen und diskreditierenden Behauptungen, was er zum Schluß seines Leserbriefes zwar erklärend nicht wollte- aber er hat es getan.
Es sei nur soviel gesagt, dass Herr Tauchnitz den Beginn der Hauptschaffensperiode von Hans Grünewald mit der 1. Bezirksausstellung der Bezirkskommission Philatelie Halle 1955 glaubt einschätzen zu können, obwohl er gerade einmal vier (!) Jahre alt war.
Neun (!) Jahre war der Leserbriefschreiber im Jahre 1960 zur großen postgeschichtlichen Ausstellung „Postdokumente aus dem mitteldeutschen Raum“.
Dies möge genügen um sich über den Inhalt und die Qualität des Leserbriefes eine Meinung zu bilden!
Es ist schon merkwürdig, wenn der Schreiber, der selbst Preisrichter war, ausführt, dass sich niemand in der DDR zur Teilnahme mit Ausstellungsexponaten für höhere Leistungsklassen und für Ausstellungen im Ausland qualifizieren musste.
Es war für jeden Aussteller eine besondere Anerkennung seiner Leistung, nach entsprechend erreichter Qualifikation, von der Zentralen Kommission Philatelie (bis 1969) mit seinem Exponat für eine Ausstellung im Ausland zugelassen zu werden. Warum sollte diese Anerkennung für Hans Grünewald nicht gelten?
Auch seine Vortragstätigkeit in der Bundesrepublik ist positiv zu bewerten, zumal ja bis 1961 noch die deutsche Einheit auf der Tagesordnung stand. Das dem Referenten Kosten erstattet worden sind, ist doch wohl nicht unüblich, zumal er in seiner Schaffensperiode in ärmlichen Verhältnissen gelebt hat.
Es ist auch nicht wahr, wenn behauptet wird, dass alle Zeitzer Ausstellungen in einem finanziellen Desaster geendet hätten.
Gerade die gewünschte Zusammenarbeit mit den Betriebsarbeitsgemeinschaften des Hydrierwerkes und der ZEMAG eröffnete erst die Möglichkeit die Ausstellungen im Kreis Zeitz gut zu organisieren und finanziell positiv abzuwickeln.
Es waren weder zu geringe Besucherzahlen noch Unmengen an unverkauften Druckerzeugnissen zu verzeichnen. Lediglich die Kreisausstellung 1967 endete finanziell negativ, bedingt durch die Herausgabe eines ansprechenden Ausstellungskataloges ohne vorherige Klärung der Finanzierung.
Wenn Herr Tauchnitz schreibt, dass er damaliges Kreisvorstandsmitglied gewesen sei, so betrifft dies nicht die Zeit als Hans Grünewald Kreisvorsitzender war. Er konnte somit überhaupt nichts blockieren, wie Herr Tauchnitz dem unkundigen Leser weiszumachen versucht
Wie gesagt, der Leserbriefschreiber war in der Grünewald’schen Haupt-schaffensperiode 1955-1967 zwischen vier und sechzehn Jahren alt!!

Die Leistungen von Hans Grünewald für die Philatelie und Postgeschichte in der Stadt und im Kreis Zeitz und dem seinerzeitigen Südteil des Bezirkes Halle sind unbestritten und anerkannt und belegen eindrucksvoll sein großes idealistisches Engagement zur Weiterentwicklung in der kulturellen Freizeitorganisation des Kulturbundes.

Es ist bedauerlich, dass durch diesen Beitrag das Ansehen an einen verdienten Zeitzer Philatelisten, der sicher auch menschliche Schwächen hatte, beschädigt worden ist.

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